Der Kulturentwicklungsprozess wird in verschiedenen Formaten und mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt, die gezielt auf die spezifischen Bedarfe der jeweiligen Organisation ausgerichtet werden: Workshops, Arbeitsgruppen, Plenumsveranstaltungen, themenspezifische Impulse etc.

Die Ergebnisse des Prozesses sollen transparent in die Dienstgemeinschaft hinein kommuniziert werden, um ihre Anschlussfähigkeit sicherzustellen.

Die Auseinandersetzung im Rahmen der christlichen Kulturentwicklung erfolgt u.a. zu folgenden Themenfeldern, die je nach Organisation differenziert und ergänzt werden.

Die kulturellen Wurzeln der Organisation werden:

  • in den Blick genommen,

  • die Wahrnehmung der aktuellen Kultur miteinander geteilt,

  • mögliche Entwicklungswege und –ziele ausgetauscht und beschrieben

  • und Raum für wechselseitiges voneinander Lernen wird bereitgestellt.

Im Verlauf des Prozesses werden folgende Aspekte in den Blick genommen:

  • Welchen Einfluss haben unsere christlichen Wurzeln auf die tägliche Praxis?

  • Woran wird die christliche Ausrichtung unserer Organisation erkennbar?

  • Wie prägt die christliche Grundhaltung unseren Umgang mit den uns anvertrauten Personen und das Miteinander in der Dienstgemeinschaft?

  • Wie wirkt sich die christliche Sicht auf Organisationsstruktur, Fehler- und Führungskultur aus?

  • Wie gestalten wir das Miteinander unterschiedlicher religiöser und spiritueller Ausrichtungen?

  • Welche Zeichen, Symbole und Rituale begleiten uns?

  • Wo sehen wir unsere Stärken und Verbesserungspotentiale?

  • Wo wollen wir hin?

Wie im Modell des Eisbergs nach Edgar Schein sind auch in der christlichen Unternehmenskultur nur einige Aspekte (Ziele, Strategien, Organisation, Regeln etc.) an der Wasseroberfläche zu sehen, viele (Werte, Motive, Bedürfnisse, Einstellungen, Beziehungen etc.) sind (noch) unsichtbar.

Im Kulturprozess gilt es, diese verborgenen Schätze zu heben und mögliche Hindernisse auf dem Weg zur gewünschten christlichen Organisationskultur zu beseitigen. Hierfür braucht es den Blick aus verschiedenen Perspektiven, die Offenheit  für bisher unbekannte Möglichkeiten sowie Zeit für nachhaltige Erkenntnisse und spürbare Veränderungen.